Wirtschaftsstandort Hof
Der Wirtschaftsstandort Hof hat lange Tradition und starke Kompetenzen für die Zukunft. Entstanden als Textilstandort hat sich die Wirtschaftsstruktur in Hof in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Hof stellt sich heute als moderner Wirtschaftsstandort dar, mit hohen Dienstleistungsanteilen, wachsenden zukunftsorientierten Branchen und Hochschulforschung. Ca. 23.000 Beschäftigte arbeiten in Hof mit 47.000 Einwohnern. Im Bereich Einzelhandel versorgt Hof als attraktiver Einkaufsstandort eine große Region mit ca. 1 Mrd. Kaufkraftvolumen.
Die Stadt Hof liegt als Oberzentrum im Regierungsbezirk Oberfranken im Norden Bayerns. Die geografische und logistische Lage sind wesentliche Vorteile des Standortes. Hof liegt mitten in Europa und nahezu exakt in der Mitte zwischen Frankfurt und Prag, München und Berlin.
Hof hat sich zum interessanten Technologie- und Innovationsstandort vor allem durch die Hochschule für angewandte Wissenschaften entwickelt. Sie weist als junge Hochschule eine dynamische Entwicklung in den Wirtschafts-, Ingenieur- und IT-Wissenschaften und eine enge Verzahnung mit den regionalen Unternehmen auf. Automobiltechnikum Bayern und weitere Technologietransferstellen runden das Angebot ab.
Der Wirtschaftsstandort Hof hat seine Stärken und Kompetenzfelder in den Bereichen Wasser/Umwelt – innovative Logistiklösungen/Backoffices – automotive und Industrieproduktion/neue Werkstoffe.
Hof ist Kompetenzregion für innovative Logistiklösungen/Backoffices
Die geografische Lage der Stadt Hof zu wichtigen Absatzmärkten schafft dafür die Basis. Die verkehrsinfrastrukturelle Lage (Autobahndreieck der Autobahnen A 9, A 93 und A 72 und Regionalflughafen mit fester Linienverbindung nach Frankfurt) und die Nähe zu Tschechien mit wichtigen regionalen Grenzübergängen sind weitere Voraussetzungen dafür. Deshalb konnte über Jahre hinweg großes Ost-West- und vor allem Logistik-Know-how bei Unternehmen und Mitarbeitern aufgebaut werden. Die in hoher Dichte vorhandenen leistungsfähigen Logistikunternehmen und Distributionszentren initiieren heute von Hof aus innovative Logistikketten und -netzwerke. Gut ausgebildete Logistikfachleute stehen zudem zur Verfügung.
Jahrzehntelange Erfahrung geht somit einher mit dem gezielten Ausbau der vorhandenen logistischen Kompetenzen. Hinzu kommen die Hochschule mit neuen Logistik-Studiengängen und Logistikkongresse als Treffen von Fachleuten in Hof. Der neue Containerterminal ist wegen dieses Kompetenzschwerpunkts erfolgreich und wird weiter ausgebaut. Hof ist mit seinen Fachleuten und Unternehmen schon heute der Logistikstandort im Norden Bayerns. Die Logistik Agentur Oberfranken e.V. in Hof ist eine Gemeinschaftsinitiative von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand mit dem Ziel, das exzellente Logistik-Know-how Hofs weiter zu entwickeln.
Auch Back-offices sind ein wichtiger Teil der modernen Logistik. Mit Call-centern vernetzen sie Kunden und Unternehmen und Wertschöpfungsketten, im klassischen Back-office-Bereich garantieren sie eine reibungslose Abwicklung und Optimierung wichtiger Geschäftsprozesse. Vor allem in diesem Bereich hat sich Hof in den letzten Jahren zunehmend als attraktiver Standort entwickelt und sich einen Namen in der Branche gemacht. Der "Near-Shoring-Standort Hof" in Bayern ist eine echte Alternative. Gründe liegen vor allem in den Kostenstrukturen von Back-offices in Hof, die um 30 - 40 % unter denen in Verdichtungsräumen liegen (Löhne, Mieten, Immobilienpreise). Der IT-Studiengang an der Hochschule Hof gewährleistet zusätzliche Möglichkeiten.
Hof ist Kompetenzregion für Industrieproduktion und neue Werkstoffe
Schon seit jeher ist Hof attraktiver Standort für die klassische industrielle Produktion abseits überteuerter Verdichtungsräume. Die Geschichte der Stadt Hof spiegelt diese Industrieverbundenheit und -stärke wieder. Industrieproduktions- und Werkstoffkompetenz entwickelten sich über viele Jahre hinweg. Die Unternehmen in Hof und in der Region haben sich zu hochmodernen Produzenten, zum Teil zu Marktführern in ihren jeweiligen Produktionsbranchen entwickelt. Verschiedene Werkstoffe werden dabei miteinander verbunden (neue Werkstoffe und Verbundmaterialien). Als Beispiele sind hier vor allem die Textilindustrie und Kunststoffindustrie zu nennen. Unternehmen bauen dabei auf spezifische Vorteile wie industriell geprägtes Facharbeiterpotential, günstige Gewerbeflächenpreise, interessantes Lohnniveau, gute verkehrsinfrastrukturelle und logistische Lage, interessante Förderung und Präsenz leistungsfähiger Partner im Bereich Logistik und industrienahe Dienstleistungen.
Auf dieser Basis wird der Bereich neue innovative Werkstoffe zwangsläufig ausgebaut. Netzwerke sind entstanden, die Hochschule Hof mit ihren Ingenieurwissenschaften oder das Projekt Innovationszentrum Kekutex mit seinem Werkstoff-Know-how in den Bereichen Keramik, Kunststoff und Textil sind hierbei wichtige Einrichtungen.
Hof ist Kompetenzregion für Automobilzulieferer
Hof liegt im geographischen Mittelpunkt der wichtigsten großen süd- und mitteldeutschen und tschechischen Endmontagewerke der Automobilunternehmen. Die Kernkompetenzen Logistik und Industrieproduktion und die vorhandene Verkehrsinfrastruktur machen Hof zum idealen Investitionsstandort für Automobilzuliefer-Unternehmen. Autobahnen und Schienenwege verbinden Hof direkt mit diesen Endmontagewerken, unterstützt von leistungsfähigen regionalen Logistikunternehmen. Für Automobilzulieferer ist Hof eine gute Alternative durch zusätzliche Vorteile wie Facharbeiterpotential mit interessantem Lohnniveau, günstige Gewerbeflächenpreise bei hoher staatlicher Förderung, zahlreiche Einrichtungen im Bereich Wissenschaft, Forschung und Entwicklung und die Kompetenz in industrieller Produktion/Werkstoffkompetenz. Interessante Netzwerke sind entstanden.
Die vorhandenen Potentiale in diesem Bereich haben den Freistaat Bayern und die Region Hochfranken veranlasst, das Projekt Automobilzulieferpark mit Automobiltechnikum Bayern am Stadtrand von Hof im September 2003 zu starten. Ein Gewerbepark, der sich auf Automobilzulieferer konzentriert, wurde mit 160 Hektar neu geschaffen. Das zusätzliche ‘add-on’ und tatsächliche Alleinstellungsmerkmal wird durch das Automobiltechnikum Bayern eingebracht. Park und Technikum verstehen sich als Einheit. Im Automobiltechnikum Bayern als Kern des Zulieferparks werden den Unternehmen der Automobilzulieferindustrie prüftechnische Anlagen zur Verfügung gestellt.





